dasABENTEUERmeinesLEBENs
Freitag, 5. Dezember 2014
back on track :-)
Nikolaus is here J
Wie konnte es so schnell Dezember werden? J
Unglaublich, mein drittes
Semester ist mit dieser Woche offiziell zu ende und so viel ist passiert, ich
bin gewachsen, gestolpert und wieder aufgestanden.
Im Julie hatte ich mein drittes
Semester angefangen und meine
Fachrichtung zu „Songwriting“ gewechselt. Was bedeutete neue Mit- Studenten
kennen lernen, sich neu anvertrauen und gemeinsam wachsen.
Die ersten zwei Wochen
war das echt herausfordernd, sich wieder neu in der Gruppe finden, neue Lehrer
und doch viele vertraute Gesichter.
Von Anfang an ging es mit
100% voller Kraft und Verantwortung los. Jede Woche hatte ich einen
„Songwriter- workshop“, wo wir meistens eine Stunde zeit hatten und dann mit
einem ersten Entwurf für einen song zurück kommen sollten und ihn vortragen
sollten. Und weil es mein erstes Semester war, durfte ich kein
Begleitinstrument benutzen, so dass meine Melodie stark genug sein musste um
den Song zu tragen. Wow, ich dachte das wird nie, aber zu meiner Überraschung
fand ich schnell gute Worte und Melodien für Lieder und hatte riesig Spaß
daran. In der letzten Woche hatten wir 2 Stunden zeit um 8 Liedentwürfe zu
schreiben und die Zeit verging so schnell und ich hatte so einen Spaß dran!
Um flexibel zu sein
schrieben wir songs in
verschiedenen Genres (Country, Pop, Rock, Folk) und am Ende meines Semesters
hatte ich vier verschiedene songs aufzunehmen und mit „Chord-sheets“ and
„Lyrics-sheets“ einzureichen. Es war so viel Arbeit, oh mein Gott, aber wirklich
durch viel Gottes Gnade und Hilfe von Freunden habe ich es geschafft. Ich
erinnere mich mit verschiedenen Freunden noch bis nachts um 1 am Klavier
sitzend Lieder aufnehmen und an Noten feilen.
Dieses Semester war
wirklich voll von Präsentationen und Hausarbeiten, wie noch nie zuvor. Vor ein
paar Wochen durften wir eines unserer eigenen Lieder vor hundert Leuten
aufführen. Ich wählte ein song, den ich mit Kelly geschrieben hatte namens
„Perfect Love“, lieh mir das Kleid meiner Mitbewohnerin und fragte James ob er
Gitarre spielen könnte. Nach nur zwei Proben gings ab on stage. Bei wenig Zeit
muss man halt Abstriche machen J
Aber es machte wirklich
viel Spaß.
Noch während der
Examenzeit, durfte ich eine super schöne Zeit in Deutschland genießen. Ich flog mit „Vietnam Airlines“ (mein
Gebet war nicht abzustürzen J ) von Sydney über Vietnam nach Frankfurt, wo mich
Monika, meine beste Freundin, abholte und ich mit meinem Bruder und einer
Bekannten auf Monikas Hochzeit singen durfte. Auch da hatten wir über e-mail
die Lieder und Noten klargemacht und hatten vor Ort 2,5 Stunden Zeit zu proben
und dann gings los J
Ich bin immer wieder so
erstaunt, was und wen Gott alles nutzt um ans Ziel zu kommen. Ich komme mir
immer so unperfekt vor, was anscheinend ein gutes Ding ist, denn Gott ist in
den schwachen stark! ;-)
Und dann ging es weiter
Nach Eisenach und Erfurt, um mir liebe Freunde und Patenkinder zu besuchen!!
Was für ein Spaß. Und dann nach drei Orten und drei verschiedenen Schlafplätzen
ging es endlich zu meinem geliebten Leipzig. Dort durfte ich mit meinem
geliebten Bruder Uli und seiner/ und meiner J Freundin Anna Zeit haben und mit Familie und
ehemaligen Arbeitskollegen/Freunden beim Kaffee und dinner über gute alte
Zeiten tratschen. Ich war so reich gesegnet von Freunden und Familie, die extra
sich Zeit nahmen und anreisten von fern und nah. Ich hatte die Ehre in meiner
Gemeinde (Baptisten Leipzig) an beiden Sonntagen im Gottesdienst zu singen und
von meiner Reise in Australien zu erzählen und fühlte mich so wohl wie immer.
Es fühlte sich an, wie als wäre ich erst letzte Woche dort gewesen zu sein.
Liebe Freunde nahmen mich in ihren Wohnungen auf, ich durfte shoppen gehen bei
H&M, welchen es nur 1x in Australien gibt, und schlenderte so oft wie
möglich durch die Parks der Stadt. Den Geburtstag von Ivonne durfte ich noch
feiern und ein gemeinsames Frühstück mit meinen treuen und verrückten Freunden
(die das in regelmäßigen Abständen mit mir on scype machen) genießen. Ich hatte
meine Winterjacke mit und kaufte mir eine Mütze, weil es mir so kalt war J Was für
Temperaturunterschiede!!!
Nur wieder good-by zu
sagen war nicht witzig. Es ist nicht einfach zu entscheiden wo man leben will,
es gibt so viele schöne Plätze auf der Welt und nicht immer kann man die
geliebten Menschen mitnehmen.
Als ich entschied mit dem
Zug zum Flughafen nach Frankfurt zu fahren, beschlossen die Zugführer erst
einmal zu streiken J Was für ein Zeichen? J
Aber Gott wusste es
besser und an dem Tag als ich Leipzig verließ, streikten sie bis früh um 6 und
mein Zug ging um 9, also kein zurück.
So kam ich, nach 12
Stunden Aufenthalt auf Vietnam´s Flughafen, wieder heil in Sydney an und wurde
von meiner Freundin Desire abgeholt, was ein echter Segen war.
Da ich seit August angefangen hatte in einer Art Flüchtlingsanstalt
für Menschen mit kriminellen Hintergrund zu arbeiten, war es genau das was ich
dann am Wochenende nach meiner Ankunft machte.
Dort darf ich ein kleines
Worship-Team von drei Leuten leiten und den Gefangenen mit Gespräch, Essen und
Gesang im Gottesdienst dienen.
Es hat sich echt total
cool entwickelt. Am Anfang waren wir sieben Insassen und sechs Teammitglieder
im Gottesdienst und als wir anfingen mehr in Kontakt mit den Insassen zu
kommen, für sie zu beten und ihr Anliegen (Familie) zu unserem Anliegen
machten, wuchs die Anzahl der Leute im Gottesdienst. So ist es jetzt, dass wir
keine freien Stühle mehr haben und mit 17 Insassen jeden Sonntag rechnen und
wir eine echte Revolution hier erleben. Die Gefängniswächter erzählen uns über die Veränderung in dem
Verhalten der Gefangenen, wir sehen jeden Sonntag Männer weinend ein Leben mit
Jesus anfangen und anfangen ihre Bibel zu lesen.
Ich leibe es zu sehen,
Jesus will und kann unser leben verändern zum Guten, wenn wir es zu lassen! Danke
Jesus.
Jetzt kommt es zu
Weihnachten, wo wir einen extra Gottesdienst haben werden, Geschenke an deren
Kinder verteilen werden und ich ihnen Plätzchen backen will. J
Im letzten Monat hatten
wir eine Hochzeit im Gefängnis, was echt etwas besonderes war, mich zum einen
freute, dass wir da sein konnten, aber auch lehrte wie unterschiedlich unsere
Realitäten sind. Der einzige Weg für mich das zu verarbeiten war: ein Lied zu
schrieben J (Noch nicht fertig).
Ansonsten bin ich immer
noch in dem anderen Gefängnis in Parklea, was weiterhin riesigen Spaß macht
(außer wenn wir eine halbe Stunden warten müssen um alle Check-ups zu erfüllen
und der Scanner piepend Alarm schlägt wenn ich durch will).
Immer regelmäßig betend
für Gottes Eingreifen, dass ich meine Studiengebühren zahlen kann, durfte ich
ein riesiges Wunder im
November erleben. Es war mir trotz zwei Jobs und Unterstützung aus Deutschland
nicht möglich alles zu bezahlen, aber ich hatte immer Frieden mit Gott, dass er
für alles sorgen wird und so nahm ich den Bibelvers - Mache dir keine Sorgen,
sondern verlass dich auf Gott. - wörtlich.
Und kurz bevor ich aus
dem College (und damit Australien) hätte gehen müssen, beantwortete Gott mein
Gebet und verschiedene Leute kamen ins Büro des Colleges und bezahlten jeden
Cent von dem was ich noch bezahlen musste (und das war eine Menge, nicht nur
500$). Gott ist so gut, er gab mir in Deutschland ein Visum innerhalb von 1
Woche, was ein anderes Wunder ist und er bezahlte alles, damit ich hier weiter
studieren kann).
Es war echt unglaublich.
Es ist für mich eine riesige Bestätigung, dass ich hier am richtigen Ort bin,
dass Gott niemals zu spät ist und sein Zeitplan perfekt ist!
Danke Jesus.
Und so durfte ich dann
das Ende meines Semesters erleben, frei von der Last der Finanzen, in einem
neuen Kleid am Tisch mit meinen Freunde zum Graduation – dinner und eine Woche
später singend im Chor auf der Bühne. Das lustige war, dass wir zur Graduation
– Ceremony als Chor singen durften und ich, frag nicht wie – keine Ahnung, in
der ersten Reihe stand und wir probten, dass wenn die Lichter ausgehen wir von
der Bühne gehen. Das war auch das was ich und zwei andere Mädels taten. Als wir
dann aber Backstage alleine standen und uns keiner folgte, fragten wir uns: wo
sind die alle. Naja, die waren noch auf der Bühne unerwarteter weise, was aber
nicht schlimm war und es nicht auffiel, dass wir weg waren. J
Und so musste ich doch
wieder good-by sagen zu lieb gewonnen Freunden hier in Australien, weil sie ihr
Studium abgeschlossen haben.
Aber ich bin dankbar
jeden Tag, weil Jesus für mich sorgt, ich bitte ihn um viele Details und er
kümmert sich. So habe ich mein Abschlusskleid bekommen, weil ein besonders
geliebter Mensch in meinem Freundeskreis/ Familie sich die Mühe machte mich zu
versorgen. Ich bat Gott um neue Klamotten und meine Freundin, die zurück nach
Afrika gegangen ist, gab mir ihre Kleider, Essen und schenkte mir ihre Gitarre!
Manchmal haben wir gerade
so genug und oft vielmehr als wir brauchen. J
Wofür bist du heute
Dankbar?
Freitag, 25. Juli 2014
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