Dienstag, 30. Juli 2013

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2. Vorsingen

Und da bin ich wieder. Ortszeit: 4:21 pm, ich habe meinen College-Tag mit Keksen beendet und mich zu einem Kaffee hinreißen lassen...meine Gesangslehrerin sagte eigentlich kein kaffee...kein tee....
Naja und da ich hier keine Wort die S-i-h-t oder F**k buchstabiert werden sagen darf und ich regelmäßig von meinen Mitbewohnern erschrocken angeschaut werde, verkneife ich mir das jetzt.
(Übringens in Australien sagen sie andauernd "verdammt" und "Hölle"...und ich darf alles andere nicht verwenden...)

Aber gut.
Ich habe einen wunderbaren Trip in die City von Sydney, habe die Oper gesehen und hatte einen unglaublich schönen Blick auf die Brücke und die Skyline. Dreimal im Monat gibt es ein Feuerwerk, was wir leider ersetzen mussten durch eine heiße belgische Schokolade.

Diese Woche startete ich bin den ersten Vorlesungen und KLeingruppenseminaren (so mit 30 Leuten).
Da ich noch immer nicht richtig fit bin, war ich am Montag beim Arzt und hatte eigentlich eine Entschuldigung für meinen Unterricht. Trotzdem wollte ich gerne gehen und hatte heute mein zweites Vorsingen, was echt richtig gut lief. Ich fühlte mich sehr ermutigt durch alles Applaudieren meiner KLeingruppe und den staunenden Blicken meiner Gesangscoaches. (Hoffe das klingt nicht blöd, es hilft nur, wenn man sonst gesanglich unsicher ist, wie ich) Ich wählte nach langem hin und her wieder Adele und sie gaben mir Tipps für mein weiteres Training.

Ich liebe es so sehr, (fast) überall sitzen Menschen, spielen Gitarre, singen oder einer spielt Klavier.

So ging es mir gestern. Ich wollte eigentlich zur Bibliothek, da hörte ich lor (18 jähriger super begabter Pianist) Piano spielen und setze mich dazu. Er spielte seine eigenen Songs und bewegt von der Musik ging ich meinen Gedanken nach und musste unweigerlich weinen. Da mir das in der Öffentlichkeit nichts ausmacht, blieb ich sitzen. Ein Lied später sagte Ilor, er könne nicht mehr für mich spielen, weil er mich ja zum heulen bringt. ;-)

Ich liebe es so sehr mit Menschen Musik zu teilen, eine Leidenschaft zu teilen, wo pure Ermutigung ist, kein Mobben oder kein (nicht das ich bis jetzt wüsste) Neid.
Deshalb können Madeline, Viktoria, Merethe und ich (meine Mitbewohnerinnen) gestern Abend zusammen für einander beten (gegen die Aufregung beim Vorsingen) und einzelne Stücke vortragen. Oder Jonathan (Mann von Viktoria) kauft sich eine Akustikgitarre und wir singen nach dem gemeinsamen kochen gemeinsam Lieder die wir lieben.

Und ganz nebenbei: Ganz oft sagen die Australier: I love it. --> das habe ich immer gesagt in Indien und die Leute haben mich blöd angeschaut...so kommts. witzig.

Ich danke Gott von herzen, dass ich hier lernen darf. Und ich bete, dass DU auch eine Umgebung hast oder findest, in der du geliebt bist und deine nächsten Schritte tun darfst. Reach the sky!

In Liebe, Eure Ruth.

Samstag, 27. Juli 2013

picture opera :-)




Samstag 27.7.


Heute ist bei mir Samstag und ich sitze draußen in der Sonne, nehme fleißig Vitamin C und irgendwelche Histamine (oder wie die heißen), weil ich seit einer Woche voll die Erkältung habe und daher Dienstag College schwänzen musste.
Da es aber immer noch eine Einführungswoche war, war das schon ok.

Wir werden gleich in die Stadt fahren (mit dem Bus 45 Minuten) und uns die Oper anschauen und heiße Schokolade trinken. Abends um 20 Uhr wird’s ein Feuerwerk geben. Juhu J

Ich bin wirklich unglaublich dankbar für meine tollen Mitbewohner. Gestern Abend haben wir gemeinsam gekocht...ja wirklich ich habe gekocht und es hat mir eigentlich nichts ausgemacht....(ich war selber geschockt von mir) ;-) und anschließend haben wir ohne Ende gesungen, Gitarre gespielt und Lieder fürs nächste Vorsingen ausgesucht. Ich liebe diese Atmosphäre von guten Musiker um dich rum, die genauso das Bedürfnis nach lautem Singen verspüren, einfach lostrommeln und es total normal ist einander die besten Lieder rauszusuchen.
Anschließend haben wir usn auf die Couch gezwängt, Decken über uns geworfen und für 10 Minuten die Heizung angemacht (was länger nicht gut wäre, weil es zu teuer wird). Und dann gabs lecker Essen und die Serie „Big Bang Theorie“, die ich dank tollen Freunden in Deutschland auf dem Laptop hatte.

Ich bin noch nicht lange hier, aber die Atmosphäre von Kreativität, Musik und einfach Begegnung mit Gott verändern und befreien mich jetzt schon.
(Ich war sogar gestern shoppen mit den Mädels und ich habe es ganz gut überlebt) J

Das Beste kommt aber noch: Die letzten 2 Tage hatte ich einfach etwas einen hänger, war traurig, habe euch vermisst, habe mich etwas verloren gefühlt auch mit Gott und dachte so die typischen Lügen wie: Alle werden Glücklich nur ich nicht. Ich komme wieder zum Schluss. Das habe ich Gott auch so gesagt. Nicht das er es nicht schon gewusst hätte ;-)

Und dann boom: Ich saß zu Mittag mit Freunden hier und auf einmal sagte jemand, sie hat seitdem sie mich kennt den Eindruck sie solle mir ein Fahrrad kaufen (ich hatte ihr echt nichts gesagt) und als sie gestern ein Telefonat bekam aus Amerika von jemanden der ihr Geld schicken wollte für eine Person ihrer Wahl, wusste sie, es sei für mich. Und so gingen wir Minuten später ein –pass auf- lila Fahrrad kaufen mit Helm und co.
Ich war nur am weinen, weil ich so berührt war. Nicht nur, dass ich nun wieder frei auf meinem Fahrrad durch die Gegend düsen durfte, sondern von der Fürsorge Gottes für mich. Ich kam nicht zuletzt. Er dachte an mich und wusste was ich brauche und sehne. Sooo cool.

Es ist ganz wunderbar jede Woche mindestens 4 Gottesdienst ezu haben. Es ist wie ein Konzert, wir stehen vor der Bühne, tanzen und springen, singen und beten und haben sehr gute Predigten.

Da wir eine große Familie und Gemeinschaft sind ist jeder ehrenamtlich irgendwo involviert. Ich werde nun wöchentlich im Call-Center dabei sein und Anrufe annehmen für die Konferenz der Gemeinde im nächsten Jahr. Und ich singe im Lobpreisteam im Kindergottesdienst.

Ich kann echt nur sagen: Gott erneuert, ich konnte schwieriges Altes abschließen, fühle mich jetzt schon gestärkt und hoffe und sehne das was da kommt. J

Ich denke sehr an euch.

Liebste Grüße und Umarmungen, eure Ruth

Sonntag, 21. Juli 2013

new adress

Ich sitze gerade in DER Shopping-Center und zum Glück geht meine Mitbewohnerin Madeline, die gerade erst vom "Miss World"- Austraila Contest wieder kommt, für den heutigen Pizza-Abend einkaufen.

Ich habe seit heute eine australische handy-nummer, falls die jemand haben möchte :-) melde sich bei mir.


Meine Adresse ist folgend:

Ruth Schuett
6 Kidman Street
Glenwood NSW
2768
Australia

Würde mich riesig freuen von Euch zu lesen :-)

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart!!!

Eure Ruth

Freitag, 19. Juli 2013

Vorsingen und 1 Woche geschafft


Nun liegt die erste Woche College hinter mir. Naja noch keine Seminare oder so, aber viele Einführungen, mein Vorsingen, ein kaltes Haus, 3 Wolldecken in der Nacht und viele heiße Duschen. J
Aproppo Vorsingen, also ich war schon etwas aufgeregt, aber es war nicht so schlecht wie ich dachte.
Es gab einen Theorieteil, den ich ordentlich verhauen habe, was aber nicht weiter dramatisch ist. Danach wurde man zu dritt vor die Jury (drei Gesangslehrer) geholt, musste Tonleitern singen, Taktgefühl beweisen und gemeinsam eines der 4 vorher bestimmten Lieder singen.  Und anderer Spielereien und ich habe typisch für Europäer reagiert und nach den Übungen eher unsicher gewirkt und überselbstkritisch. Die Trainer mussten lachen und sagten klar, dass das ein Europäerproblem ist und ich unbedingt lernen darf meinen Kopf hier auszuschalten, da ich dies ab jetzt jede Woche vor mindestens 25 Menschen tun werde.
Nachdem ich dachte: Gott ich werde sterben. Musste ich eher grinsen, weil welches College sagt dir, dass du deinen Kopf ausschalten darfst. ;-)
Anschließend wurde ich und meine zwei Mitsängerinnen gebeten ein weiteres Lied vorzutragen, was als ziemlich gutes Zeichen zu deuten war. Und da ging ich den langen Weg im Raum auf die 2 weiblichen Gesangscoaches zu und trug Adele „One and Only“ vor. Ich war natürlich unglaublich cool und locker und war gar nicht nervous ;-)
Allen Grund hatte ich, da eine meiner Trainerinnen, deren Namen ich gerade nicht mehr weiß, mein Vorsingen prüfte, die schon in ihrem Teenageralter eine Gesangsschule eröffnete und mit 17 Jahren ihren Abschluss am College für Gesang machte.

Aber ich bin einfach froh, dass es mir echt gut geht. Ich merke schon, dass wenn ich viel auf Facebook bin, wie sehr ihr mir fehlt.

Aber ich muss echt sagen, dass hier mein Gebet erhört wird. Ich wollte immer so gefördert werden wie es mir entspricht und mit dem was in mir ist.
Und nun sagen die Trainer: „Wir glauben mehr an dich, als du selbst an dich. Wir wollen deinen Erfolg. Wir werden dich herausfordern und „dehnen“, was manchmal nicht angenehm wird, aber erfolgreich. Wir wissen, dass du nicht perfekt bist.“

 Aua, ok.
Sie sehen Großes in uns und glauben, dass genau Gott uns gesendet hat.
Sie glauben, dass wir am richtigen Ort sind.  Für die Trainer gibt es kein inkompetent, nur ein „noch nicht jetzt kompetent“.

Wie geil ist das denn, oder? So ein Umfeld habe ich immer gesucht, nie gehabt, aber jetzt ist es da.
Gott ist gut und hat den Plan Leute, es ist ein echtes Geschenk.

Da mir meine lieben Freunde Musik und Filme mitgegeben haben, werde ich jetzt „BigBangTheorie“ schauen J

Donnerstag, 18. Juli 2013

travel the second








Perth



my superBett and my way of living ;-)


Enrolment


Boahr
Gerade bin ich echt ziemlich kaputt. Ich hatte gerade meine Einführung und der Oberboss vom College hat eine echt gute Ansprache gehalten. Er sagte, dass wir genau deshalb da sind um das zu lernen was wir noch brauchen, nicht was wir schon wissen. Aus diesem Grund ist und wird es eine echte Herausforderung.

Ehrlich gesagt habe ich das gestern Abend schon gemerkt. Gestern um 17 Uhr gab es ein Treffen mit allen deutschsprachigen Mitstudenten, das hieß Schweizer, Deutsche und Österreicher. 1. Ich kam zu spät zum Haus von Kayla (Deutsche und Amerikanerin), also fuhr mich die Mitbewohnerin.....peinlich, aber egal (ich lerne ja gerade, dass die Meinung der anderen nur begrenzt wichtig ist).
2. Ich hatte den Eindruck, dass so viele Vorurteile im Raum waren, gegenüber Deutschen und dann waren wir auch noch nur 2 Ostdeutsche....wo ich mich doch eher als Europäerin sehe.
Naja und genau da geht’s los. Ich merkte wie ich die Deutschen hier ablehnte und meine eigene Nation. Sorry for that.
Ich trug das den Abend mit mir rum und heute Mittag hatten wir einen Gottesdienst für Frauen Sisterhood (und wer mich kennt, so was finde ich ja besonders nervig), und anfangs war ich absolut skeptisch wie authentisch die Sängerin ist (die ich sonst nur von DVD´s kannte und sie nun anfassen könnte) oder wieso alle immer so übertrieben happy wirken. Aber als die Predigt kam merkte ich, wie Gott genau an diesem Punkt von Heimat, Nation, Zugehörigkeit arbeiten will mit mir. Ich wollte immer dazu gehören, war aber immer Außenseiter (erst in Leipzig und vorher in Gemeinde fühlte ich mich „drin“). Lehnte ich deshalb Deutschland als mein Heimatland und Deutsche so ab? Sah ich deshalb manche Sachen gern kritisch, weil dann war ich kein Teil davon, wurde nicht enttäuscht - blieb aber draußen.
Aber ich will gern dabei sein, ein Teil sein von etwas großem, von diesem College von Hillsong Church. Ich glaube ich darf trotzdem Authentizität prüfen, ich selbst bleiben, manches Outfit oder Verhalten als übertrieben empfinden. J

Vielleicht geht ja beides J


So that´s my challenge today and yours?
So nun versuche ich Freunde zu finden und gehe mit Daniela aus Italien shoppen...und ich hasse shoppen....but ist good to make friends I heard J

Welcome home


Das spannende ist wiedermal, als ich Sydney reinfuhr-noch nicht mal den Campus sah- ich fühlte mich like coming home.
Als ich dann auch noch in die Collegegebäude reinkam und dort ein Banner hing mit „Welcome home“ musste ich doch sehr lachen. Ich merke sehr deutlich: hier bin ich richtig, hier gehöre ich ersteinmal hin.

Meinem Bedürfnis am ersten Tag nach 23 Stunden Flug, nach einer Dusche und Wechselklamotten, konnte ich leider nicht nachkommen, da es gleich daran ging mein Haus klarzumachen, ein Foto zu schießen für meinen Ausweis und von gefühlten 1000 Menschen gefragt zu werden „How are you? Where are you from? Whats your name?“.
Ich eröffnete ein australisches Konto und traf viele viele Studenten, deren Namen ich mir nie im Leben merken würde.

Ich betete schon in Deutschland, dass  ich ein wunderbares Haus, nette Mitbewohner, ein Bett und wenn möglich ein Einzelzimmer bekomme.
And you know what? Ich habe das hübscheste Einzelzimmer im ganzen Haus, habe einen Wandschrank (was sich jedes Mädchen wünscht, ohne es zuzugeben), ich habe ein SuperBett mit Matratze und ich lebe mit 4 netten Mitbewohnern aus Norwegen, Amerika und Australien zusammen.


Nachdem ich endlich in mein Bett fiel abends 20.30 Uhr schlief ich nach all dem erst einmal 19 Stunden  und war total geschockt als ich aufstand und Jonathan (der amerikanische Mann von der amerikanischen Frau Victoria 26 Jahre alt) mich erstaunt anschaute, da es eben schon 15.30 Uhr war.

Mein Körper kriegte sich den ganzen Tag nicht mehr ein und auch Kaffee half wenig. Trotzdem ging ich am Abend zur movienight im College zu meinen Helden den „Avengers“.
Das gute ist, dass die Jungs darauf hingewiesen werden, dass sie uns Frauen nach Hause fahren sollen, damit wir im Dunkeln (was schon ab 18 Uhr abends der Fall ist) nicht alleine gehen. Alle hier sind wirklich sehr fürsorglich und zuvorkommend...mal sehen wie lange sie das durchhalten J

Aber ich muss wirklich sagen, mir geht es gut. Ich fühle mich wohl und ich merke wieder wie leicht es mir fällt zu reisen. Ich fühle mich nicht ein bisschen fremd. Eben als würde ich hierher gehören. Ich bin sehr dankbar dafür.

travel


Nachdem mein Bruder Uli, seiner Freundin Anna und ich uns 14 Uhr am Samstag auf den Weg nach München gemacht haben und ich meine Trauer glücklicherweise in Kaffee ertränken durfte, kamen wir gegen19 Uhr an und saßen erstmal gemütlich im bayerischen Biergarten J
Der erste Schock ließ nicht lange auf sich warten, da ich beim Check-in länger warten musste und meine schlimmste Befürchtung war: sie können mein Visum im Computer nicht finden. Und was passierte: sie konnten mein Visum nicht finden. Nach einem Telefonat mit der australischen Botschaft wurde klar, dass sie immer noch mein Namen vertauscht hatten....hallo Schütt Ruth...mal ehrlich. Aber gut.

Ich flog über Dubai und Perth und kam gegen 12 Uhr Mittag in Sydney an und wurde von einem echt haarigen und wortkargem Taxifahrer abgeholt.

Während dem Flug erlebte ich wieder witzige storys. Auf dem Flug von Perth nach Sydney stritten, kreischten und spielten 2 Kinder ohne Erbarmen hinter mir und auf dem Flug von Dubai nach Perth (10 Stunden) erlebte ich einen Iraner Namens Ali, der in Australien als Arzt arbeiten wird und seine Witze nicht lassen konnte. Wir begrüßten uns und sein erster Satz war: „Hey Ich bin Ali aus dem Iran,....aber keine Angst ich habe keine Bombe mit mir.“ Ich war echt baff und meinte wir sollten das allen erzählen ;-)

Donnerstag, 4. Juli 2013

DAS Abenteuer meines Lebens..

..was könnte das sein? Indien? Asien? Leipzig? Australien? das Visum?

vielleicht, aber das wirkliche Abenteuer meines Lebens ist in allem Chaos und Vorbereitung dem zu glauben und zu vertrauen, der mehr kann als ich, der mehr Kraft hat, der den Überblick hat und es besser weiß- Gott.

Ich glaube und weiß, dass gute und herausfordernde Abenteuer auch in Deinem Leben gibt und geben wird. Gute Überraschungen :-)

Welche sind es heute bei Dir?