Donnerstag, 17. April 2014

Prison and Ruth


Ich komme gerade aus dem Gefängnis….

Kein joke, aber auch nicht zu Ernst. J

Ich habe heute zum zweiten mal im Gefängnis um die Ecke im Gottesdienst gesungen. Es war wiedermal fantastisch. Ich hatte vier Wochen her den Eindruck, dass Gott möchte, dass ich im Gefängnis mitarbeite und so habe ich mich hier in der Gemeinde als Freiwillige für “Gefängnis Gottesdienste” eingetragen. Doch bevor ich mit “Hillsong Church” ins Gefängnis gehen konnte, gab mir meine Freundin Juliane den Tip “Sire” zu fragen – ein großer schwerer Typ von einer der Inseln neben Neuseeland, der –wie ich heute rausfand- große Rapper in den USA promotet. Unglaublich wen man hier so hinter den Kulissen kennenlernt. Ich gab ihm meine Nummer und habe nicht wirklich damit gerechnet, dass er mich anruft, aber das war genau das was er tat 2 Tage später. Er erklärte mir alles lange, was wir dort tun und so und  - witzig- er wiederholte öfters: “Und Ruth, dass sind echte Gefangene, groß und schwer, die für alles mögliche einsitzen.” Ich versuchte ihm zu versichern, dass wenn er mich kennenlernt wird er verstehen, dass mich das nicht kümmert.

Ja und so war es, wir hatten eine tolle Zeit im Gefängnis (darf man das so schreiben?), wir beteten für Leute, sangen drei Lieder und Sire predigte (in seinem Gangster- Rap- Style). Ich liebe es im Gefängis zu arbeiten.

Ich hatte etwas bedenken wie ich ins Team passé, ich kannte niemanden und wollte mich einfach nicht blamieren.
Aber alle meine Bedenken waren wie weggeweht, als Lofa und Lavance – beide aus Neuseeland – mich herzlich begrüßten und in der Familie willkommen heissten.
Es ist so lustig, ich bin eine der kleinsten und weiß und alle anderen sind aus verschiedenen tribes aus Neuseeland und Inseln und sind größer und schwerer als ich. Leider dürfen wir keine Fotos machen aber ihr würdet euch kaputt lachen.
Nach dem Gottesdienst gibts dann immer ordentliches Mittagessen mit Chips and Fisch oder Chicken.
Um ins Gefängnis rein zu kommen musste ich und das ganze Team durch Sicherheitschecks und der Security- man schaute mich an und erstarrte erstmal als er all meine Piercings sah und ich liebevoll aufgefordert wurde zu meiner Sicherheit alle rauszumachen. Ich grinste nur und meinte: “Das kann eine weile dauern” J Naja heute wusste ich es ja schon und es war kein Problem- fühle mich dann nur so nackig ohne. Dann werden wir von Guards durch vier verschlossene Tore  geschleust und Sire unser Leiter versucht mich zu ärgern indem er immer sagt: Ja das Team mit dem weißen Mädel ist wieder da.

Wie ihr seht so much fun.

Ja und naja was noch neu ist, dass ich gerne in einem Detention Center mit arbeiten will am Wochenende, wo alle Migranten und Asylbewerber leben. Auch dort hat Hillsong Church Gottesdienste. Ich habe verschiedene Sachen auf dem Herzen und ich war ehrlich gesagt leicht frustriert, weil ich dachte ich kann das alles noch nicht machen oder ich werde 30 Jahre alt und ich habe nicht genug Zeit für alles. Da realisierte ich, dass ich einfach neben Studium anfangen kann das zu realisieren, was ich tun möchte. 

So nothing can hold me back. :-)

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