Freitag, 13. September 2013

pic: mein Zimmer hat Nachwuchs bekommen. PALM BEACH!




Klettern!


Ich durfte eben kurz mit einigen meiner liebsten chatten und morgen habe ich zwei wonderful skyptermine in aussicht, was mich unglaublich froh macht. Ich vermisse euch so sehr. Mein Herzen ist zum Teil hier, aber auch immer bei Euch in Deutschland und ich liebe es zu hören was dich und euch bewegt, auch wenn ich nich timmer gleich antworten kann, da wir hie rim Haus kein Internet haben.

Ich bin immer noch wie auf droge, weil ich vom Klettern komme. JA ich habe es wirklich geschafft und durfte 3,5 Stunden Schweiß, Schmerz und Erfolg genießen. J

Ich hatte seit 2 Wochen für einen Kletterpartner und für eine “Connect-Group” (Hauskreis mit einer kleinen Gruppe von Christen, die über ihren Glauben qatschen). Und letzten Sonntag traf ich Alex, mit der ich gemeinsame Bekannte habe. Sie lud mich zu ihrem Hauskreis ein udn irgendwie kamen wir aufs klettern (wie kommt man auf so ein Theme, wenn man sich erst 1h kennt?) und auch sie suchte verzweifelt jemanden zum klettern…und here we go J
Ich bin sehr dankbar. Jeden Mitwoch wollen wir nun in der Indoorkletterhalle “The edge”  für nur 9$ klettern gehen. Juhu! Un dich war sehr stolz, weil ich nach 3 Monaten Pause gute Routen geklettert bin.
Und ich habe es geschafft meine Nervösität zu zerbreche und habe nach einem Job in der KLetterhalle gefragt, er meinte gerade nicht, aber ich soll ihm eine e-mail schreiben…wer weiß.
Heute ist Freitag und ich hatte zum Glück frei, jedoch habe ich den ganzen Vormittag die Lieder geübt, die es nächsten Mittwoch gilt vorzusingen. Wir haben unsere erste Band-Performance, was heisst, dass wir in Gruppen, je 6 Sänger, eingeteilt wurden und mit den Musiker au seiner anderen Klasse (klingt lustig wie in der Schule) einstudierte Lieder auf der Bühne präsentieren. Puh naja und da einige andere Studenten auch aus höheren Semestern da sein werden will ich mich echt nicht blamieren und muss noch viel Text lernen.

Einfach mal Gesang oder Bühnenpräsenz studieren heißt leider auch schnell in kurzer Zeit viel Text lernen zu können.

In unserem Haus geht echt grad viel vor sich. Madeline hat in einer Woche Geburtstag und Victoria ist voll am vorbereiten, kauft Deco ein und plant alles. Ich habe ein kleines schlechtes Gewissen weil ich denke…es ist doch noch zeit….aber sie liebt es ….also ok.
Es wird Schokoladenkuchen geben (für mich glutenfrei) und Freunde kommen Abends vorbei, wi rkochen und haben wieder unsere typischen Crazy-Abende mit Tanz, Musik und Spielen.

Victoria übt sich weiterhin im Nähen und kreiert uns Mädels allen einen langen Rock. Da ich nur so wenig Klamotten mitnehmen konnte bin ich darüber sehr dankbar und habe Gott sei Dank auch ein paar coole Teile hier gefunden. Trotz dass ich nicht viel hier habe (und ich vermisse einigen Schmuck aus Deutschland) versuche ich das beste daraus zu machen und das coole ist, dass jeden Tag (ja wirklich!) Studenten mein Outfit bewundern udn eine aus Neuseeland letztens sagte, dass sie beim shoppen immer überlegt, wa sich wohl kaufen würde. WOW ich war echt platt. Ich dachte Monika ware bestimmt stolz auf mich. J (grüße dich mein schatz)

Heute Abend gehen wir zu Bekannten Film schauen, Madeline ist zur Jugendgruppe in der Gemeinde gegangen und Victoria und Jonathan haben ein Date J (was moistens Pizzaessen heisst).
Ich denke sehr an euch udn bete und hoffe es geht euch gut. Es war so cool mit Ivonne und Manu zu chatten in den letzten Wochen.

Australien- Sydney ist schön und wir haben nun Frühling – und trotzdem denke ich an Leipzigs Parks, Kaffee´s und meine Fahrradroute.

Und nebenbei: Ari, Basti, Christian, Daniel, Angelina: das “No Limit” in Leipzig ist besser als “The Edge” J


Sonntag, 8. September 2013

einer dieser Tage

Ich sitze in der Gemeinde und warte darauf, dass Uli online geht um ihn gebührend zu celebrieren zu seinem Super-Geburtstag :-)

Und ich merke es ist wieder einer dieser Tage...
...der guten :-)

Ich spüre ganz sicher, wie Gott sich neben mich auf den boden setzt und mich anlächelt und fragt wies geht. Ich grinse und erwiedere, mir gehts gut, weil du da bist Gott. Er lächelt zurück und kannte natürlich schon die Antwort.

Letzte Woche verlor ich meinen weißen Schal, den ich echt sehr mag und betete, dass Gott ihn mir wiederfindet, das war Donnerstag im großen Auditorium. Und nichts geschah....ich fragte an der Rezeption- nichts.......dann am Sonntag in einem ganz anderen Haus sah ich einen weißen Schal- sah aus wie frisch gewaschen- da liegen und ich fragte alle, wem dieser gehört. Er sah genau aus wie meiner...und es ja es war mein Schal. Anderer Ort, andere zeit und wiedergefunden. DANKE.

Dann arbeitete ich ehrenamtlich in zwei der 4 Gottesdienste am Sonntag mit und ich fühlte mich nicht recht wohl im Team im ersten Gottesdienst und ich betete, dass Gott das fixt. Ich wusste nicht recht meine Rolle und es machte mich einfach unzufrieden. Und dann im zweiten Gottesdienst, selbes Team, selbe Aufgabe- alle Mitglieder kamen auf mich zu und bedankten sich für meinen excellenten Job und wie gut ich ihnen tue. Ich schaute sie nur fragend an und sagte, dass ich doch nichts gemacht hätte.

Gott wusste es!

Coole sache.

Samstag, 7. September 2013

pic: blue mountains- "the three sisters"




pic: blue mountains part 2 with all Housemates and Iler our adopted housemate :-)



07.09.13


07.09.2013

HAPPY BIRTHDAY ULI.

Heute hat mein Bruder Uli Geburtstag und ich grüße dich aus Sydney mit Ballons, Blumen und vielen Umarmungen. J

Allen die heute Geburtstag haben oder in dieser Woche: Alles Gute! J

Ich würde sagen, ich hatte gestern den besten Tag seitdem ich hier in Australien bin.
Die “Kidman-Family” und Iler (unser adoptiertes 6. Familienmitglied)– so nennen wir uns als Familie, lebend in der Kidman Street seit neuestem- fuhr mit dem Auto zum “Palm Beach”. Es war unglaublich. Ich bin voll braun- und rot- geworden, konnte wieder an den Cliffs klettern und borgte mir ein “Buggi-Bord” aus, womit ich ähnlich einem Surfboard mit der Welle schwimmen konnte. Ich liebte es! Viel besser noch als “Bondi Beach” letzte Woche. J

Ich liebe es so sehr, wenn man sich locker flockig frei im Sand sulen kann und sich wie im Urlaub fühlt, aber weiß man darf hier bleiben. Danke Gott.

Ich bin sehr dankbar, denn gestern war ein so guter Tag.
Am Freitag war ich wiedermal beim Arzt um meine Bluttest-resultate abzuholen und es war so typisch Australien. J Als ich reinkam freute sich die Ärztin, dass Freitag ist und sie ins Wochenende gehen kann. Dann ging sie ganz in Ruhe und mit voller Zuwendung  jedes Ergebnis mit mir durch. Als si emir sagte, dass alle Krebs-Marker negativ sind und ich mir keine Sorgen darum machen brauch jubelte sie wie wild und freute sich mit mir. J So witzig…und ich war echt erleichtert…ich war mir dismal nicht so sicher.
Naja ich muss jetzt Eisentabletten nehmen und weiterhin auf Gluten verzichten. Und falls es mir in einem Monat nicht besser geht (nicht mehr müde, übelkeit und co) muss ich ins hospital, aber so warten wir erstmal und essen gesund…

Ich bin sehr dankbar in einem Haus voller Irrer zu wohnen J und mich so sicher mit ihnen zu fühlen. Merethe aus Norwegen bring tuns regelmässig zum lachen, weil sie sehr schreckhaft ist und sehr Angst vor Spinnen hat und sehr versucht ist unser Mobilar zu zerlegen in Panik Insekten dahinter zu sehen. Und wir hatten gestern eine Haus-Inspektion, von der wir nichts wussten- oder besser jemand aus dem Haus löschte die e-mail- und unsere Küche sah aus wie wie Räubers, also sind wir das erstemal durchgefallen. So lustig, naja Madeline ist dran mit abwaschen und Montag haben wir eine 2. Chance. J

Kennst du das, es gibt solche und solche Tage. Manchmal fühlst dich dich einfach wie schwebend super, alles läuft mit deinen Freunden und Gott ist dir gefühlt näher als sonst. Und dann gibt es diese Tage, wo du dich fragst “Was mache ich hier überhaupt?”, wo du deine Freunde nicht verstehst und Du den Eindruck hast Gott hat dich vergessen, gibt es ihn überhaupt oder ist ihm hier eh alles egal auf der Welt.

Dies alles kenne ich gut und kann ich an einem Tag erleben. J

Heute ist mir wieder klar geworden, wie sehr doch alles von meinem Bild von Gott abhängt. Wie sehe ich ihn, was glaube ich wie er ist, welche Schablonen lege ich über seine Persönlichkeit.
Mein Gebet zur Zeit ist: Gott zeige dich mir klar wie du wirklich bist. Ich will keiner Lüge erliegen, ich will es genau wissen.
Und wenn ich bei den Fakten bleibe ist es ja so, dass du und ich und wir nach seinem Bild gemacht wurden. Ich glaube, dass so wie du und ich bin mit unserer speziellen Persönlichkeit einen Teil Gottes Persönlichkeit darstellen. Naja außerdem sagt er ja er lebt in uns und unserer tiefsten Bedürfnisse und Sehnsüchte nach Liebe, Respekt und Freundschaft sind von ihm…..und, jetzt kommts….und sind auch seine Bedürfnisse und Sehnsüchte.

Nur angenommen, stell dir vor, dass was ich mir von Menschen ersehne, ersehnt sich Gott auch von den Menschen. Ich weiß, dass Gott nicht einsam war und er uns deshalb geschaffen hat.
Wenn ich Gottes Sein ähnlich bin, was bei Vätern/Müttern und Töchtern und Söhnen ja so ist J dann spüre ich in mir eine ähnliche oder gleiche Sehnsucht, was für mich nur noch mehr zeigt wie cool Gott ist und wie sehr er gerne mit mir und dir zusammen ist. Ich finde das erleichtert mir total mein Bild von Gott als Lehrer oder so zu verändern und gerne mit ihm “rumzuhängen”.
Es bringt mich Gott näher zu wissen, dass Gott meine freiwillige Liebe bevorzugt und gerne mit mir Zeit verbringt, ich zu ihm gehöre und ich sehen kann wie er mich nach seinem Bild kreiert hat.

Und er hat echt Humor.

Mittwoch, 4. September 2013

Mittwoch Abend in der Kidman Street


Es ist 19.30 Uhr meine Zeit….Ort ist die Küche mit dem Tisch voller eingerizter Erinnerungen unserer Vorgänger…..mit Hillsong-Musik im Ohr und einer Tasse Tee.

Es ist schon wieder Mittwoch und ich bin fast 2 Monate hier. Mein Bruder wird in wenigen Tagen älte run dich kann ihn leider nur vom anderen Ende der Welt bejubeln. Das tut schon etwas weh.

Ich schaue aus dem Fenster (jetzt is es dunkel wie die Nacht) und weiß die Papageien streiten sich in unserem Garten um die Körner, oder was auch immer sie da finden. Ich weiß draußen vor unserem Haus ist eine Wiese und immer wenn ich mit meinem super lila Fahrrad den Weg kreuze attakieren mich die großen schwarzen Vögel, weil sie denken ich will mich auf ihrem Gebiet häuslich niederlassen.
Ich weiß, wo meine Mitbewohner sind und dass wir dringend an unseren nächsten test arbeiten sollten und neue Gesangstechniken ausprobieren wollen.
Ich weiß, dass es mich mit dem Bus 45 minuten in die Stadt braucht und ich fast wöchentlich den alten Mann auf meinem Weg zum College treffe, der aus Russland kommt und 10 Jahre in Deutschland gelebt hat. Er liebt es einen Schwatz zu halten, was mir nicht imme rhilft, weil ich moistens spät dran bin. Aber wenn er mir Komplimente gibt wie: “Nimm keine Tabletten vom Doktor, dann verlierst du deine Schönheit und du bist schön.” Dann komme ich gern zu spät. J

Appropo Tabletten, ich war jetzt beim Bluttest und bekomme am Freitag die Ergebnisse und ich bin eingeloggt für eine Stunde Beratung beim Arzt, dass hört sich lange an. Aber ehrlich gesagt ich glaube und vertraue Gott, dass ich gesund bin und bleibe, auch wenn ich noch ein paar Symptome sehe. Die Ärztin meinte ich habe vielleicht eine Gluten-Intoleranz, was heisst ich muss mein Essen umstellen, was echt nervt, aber ok.

Ja, wie gesagt, ich weiß nun mehr wie es hier läuft, weiß, dass ich mit meinem Fahrrad auf der linken Seite fahren sollte, wenn ich nicht einen Unfall riskieren will und ich genieße e simmer bei meinem Vornamen angesprochen zu werden, egal ob beim Arzt oder in offiziellen Meetings (die Australier habens drauf).
Und trotzdem fühle ich mich oft zwischen den Welten, vermisse euch, sehne mich nach einem Zuhause und dem geborgensein-Gefühl. Anscheinend ist es einfach gerade so, dass ich punktuell und zeitweise Zuhause erleben darf. Ich möchte dieses Gefühl unabhängig von Zeit, Umständen und Ort in Gott und mir erfahren. Und wer weiß was noch auf mich wartet. J

Es hilft mir jedenfalls sehr zu wissen, dass ich Freunde habe, die da sind auch wenn ich nicht immer mit euch rumhängen kann. Ich schätze das sehr.

Letztes Wochenende sind wir zum Bondi-Beach gefahren, es war noch etwas windig, aber es hat echt Spaß gemacht. Ich war total in meinem Element und krackselte auf jedem Berg und an jedem Cliff rum, was meiner Mitbewohnerin Victoria jedesmal den Atem stocken lässt und in verzweifeltes Gebet bringt. J
Ich merke so sehr, wie ich das Klettern vermisse und brauche. Es hat fast etwas spirituelles, so dass ich jetzt auf der Suche nach einer geeigneten Indoor-Halle und einem Kletter-partner bin.

Gute Nachrichten habe ich noch: Ich habe meine 2 assessments, die ich schriftlich abgegeben habe mit “Competent” bestanden und auch mein Vorsingen vom song “Irreplaceable” von Beyonce habe ich heute erfolgreich hinter mich gebracht.
Ich es erfüllt mich so sehr mit Leidenschaft wenn ich, wie heute, im Chor auf der Bühne stehe und Gott mit Liedern begegnen darf. Es ist ein unglaubliches Gefühl eine große Halle voll von Menschen zu erleben, die tanzen, singen und ihrer Verbundenheit mit Gott freien Lauf lassen.

Ach und nochwas: juhu ich werde jetzt jeden Donnerstag eine Tanzstunde nehmen mit vielen Studenten (Hip-Hop oder Ballette oder mal sehen). Ich kann mich einfach nicht entscheiden – tanzen oder singen. Das gute ist ich muss mich nicht entscheiden. J

Ich hoffe und bete täglich, dass es dir und euch gut geht. Wie war deine Woche? Schreib mir einfach und ich bemühe mich bald zurückzuschreiben.

Sei fest umarmt und geliebt,
Deine Ruth