Ich sitze auf der Couch, meine Housemates
Merethe und Madeline sitze im Wohnzimmer und jeder macht mal so sein Ding.
Im HIntergrund läuft das Duo “Civil wars”
mit dem song “Poison & Wine”..sehr empfehlenswert.
Ich bin frischgeduscht und erinnere den Tag
als sonnig, kletterfreudig und erlebnisreich.
Heute früh sind wir sehr früh
losgefahren…um 8 Uhr…für ein ganzes Haus eine echte Leistung. Gemeinsam mit
unserem “adoptierten” Mitbewohner Iler aus Amerika, machten wir uns auf zu den “blue
mountains”, ungefähr 1,5h Autofahrt von Sydney Hills.
Es war wirklich ganz toll, wir hielten an
einem Wasserfall, kletterten an Felsvorsprüngen rum und sahen die 3 Felsen “the
three sisters”. Sofort merkte ich, wie sehr ich das Klettern mit meinen Freunden
vermisse. Als wir so gegen 16 Uhr wieder zu Hause waren, beschloss mein Körper
nocheinmal laufen zu gehen…und mein Kopf nickte es ab. J
Ich merke jetzt wirklich sehr, wie sehr mir
der Sport fehlt und es nicht mit Fahrrad fahren oder laufen wett zu machen ist.
Ich muss mir also was einfallen lassen.
Meine Woche flog wieder sehr schnell. Ich
hatte wieder ein assessment – schriftliche Ausarbeitung, welches ich bestehen
muss – abzugeben und war froh, dass ich am Mittwoch im Gesangsworkshop nicht
mit meinem Song von Beyonce “Irreplaceable” dran kam und den schriftlichen test
zur Anatomy (Nase, Hals, Stimmbänder,..) mit einem kurzen check mit meiner
Gesangslehrerin bestanden habe.
Das coole war wieder, dass ich seit dieser
Woche jeden Mittwoch im Chor mitsingen darf für den Gottesdienst “chapel” für
alle Studenten und Lehrer. Ich war nur etwas aufgeregt und wollte nicht in der
ersten Reihe stehen. Und wo war ich…in der ersten Reihe. Ich bat Gott echt,
dass die Anfragen furs singen und alle Möglichkeiten an mich ran getragen
werden, weil ich mir einfach nicht immer so sicher bin, was ich geben kann.
Naja und so kommt nun jede Woche etwas. J Das passt gerade sehr gut zu mir. Ich merke wie ein anderer part
meiner Persönlichkeit, von introvertiert sein, Schüchternheit und vorsichtig
erstmal schauen was so passiert, seinen Raum hat.
Ich mag es wirklich sehr hier zu leben. Die
Australier hier sind wirklich unglaublich freundlich und du kannst dein Fahrrad
einen Tag lang unangeschlossen am College stehen lassen und am Abend ist es
immer noch da. Wenn ich da an ein paar storys vom Bahnhof Leipzig denke J Oft höre ich die Worte: “ach ist doch kein Problem.” Und immer mit
meinem Vornamen angesprochen zu werden, auch in der Bank, lässt mich immer
wieder schmunzeln.
Und trotz allem merke ich, wie sehr ich
euch meine Freunde vermisse. Ich liebe es zu reisen und habe immer noch eine
Menge Ideen für die Zukunft, heute dachte ich daran ein gemütliches Café
aufzumachen mit lecker heißer Schokolade und Muffins, wo man Abends Musik
machen könnte und am Nachmittag in der Sonne Menschen beim Genießen zuschauen
könnte. Aber gleichzeitig sehne ich mich danach im Jungle zu leben in meinem
Baumhaus….und dann ist da doch noch das Haus am Meer. J
Vielleicht alles nacheinander.
Gedanken über “wo gehöre ich hin- wo ist
mein Platz und was ist mein Weg für die nächsten Jahre” beschäftigen mich die
letzten Tage. Habe noch keine Antwort darauf….nervt mich leicht, aber ich weiß
ich werde es rausfinden.
So zum Schluss noch schnell ein update zur
Gesundheit. Ich war die Woche nochmal beim Arzt und er weiß leider immer noch
nicht was ich habe und will mich für nächste Woche zur Untersuchung in hospital
bringen. Wie ich es hasse. Ich war ziemlich fertig und bat einen meiner
Prediger, dass er für mich um Heilung betet. Gemeinsam haben wir beschlossen,
dass ich am Montag eine zweite Meinung einhole bei einem anderen Spezialisten.
Nicht genau zu wissen, was ich habe machte mich etwas unruhig und ehrlich
gesagt genervt. J Es
hält mich einfach ab von den Dingen die ich lieber in meinem Kopf habe. Aber
ich muss ehrlich sagen ich glaube Gott, dass er mich gesund machen kann – durch
Ärzte oder auch nur durch seine Wunder- und darauf vertraue ich einfach.
So nun gehe ich ins Bett, weil ich morgen
früh um 7 Uhr in der Gemeinde sein muss und will um im Kids-Creativ-Team zu
arbeiten. Morgen lerne ich “creativ producing”, ich glaube es geht um den
Ablauf auf der Bühne und alle Hintergundarbeit zu organisieren.
Ich denke sehr an euch, an alle die
Geburtstag haben und hatten und an alle die Urlaub genießen durften.
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