Freitag, 25. Juli 2014

Auf die Frage hin ob sie sich hinlegen will sagte sie nur: Och ich fühl mich hier sehr wohl. :-)



pic: Nana Rita (Oma, auf die ich aufpasse)


Oma und Gott


God is so good!

Ich fühle mich so gesegnet! Ich sitze gerade bei meiner australischen Oma zu Hause am Küchentisch und das Radio an ihrem Bett dröhnt extrem laut aus ihrem Schlafzimmer, wo sie gerade etwas schläft. Ich liebe es in ihrem warmen und schönen Haus zu sein, am laptop und mit einem weißen Cappuccino neben mir.  Da komme ich mir immer besonders als Schriftstellerin vor. J Über was man sich halt immer so Gedanken macht, was? J

Die letzten Wochen waren, wie ich ja schon geschrieben hatte, ein auf und ab- wie Leben so ist.

Aber besonders heute muss ich wirklich sagen, ich bin sooo dankbar. Jesus segnet mich soo sehr.
Ich lerne Jesus gerade noch einmal tiefer als „Versorger“ kennen, der weiß was ich brauche und was ich mir wünsche. Nicht nur, dass Freunde mich letzte Woche zum Frühstück und Kino ( wir haben „Transformers“ gesehen) eingeladen haben, auch unterstützen mich Freunde in Deutschland mehr und mehr finanziell (sehr überraschend) und ich mehr Schichten hier auf Arbeit haben konnte. So kann ich jetzt fast den ganzen Flug nach Deutschland in September für 3 Wochen bezahlen und konnte die erste Summe für die Studiengebühr bezahlen. Wieso ich das so genau erzähle ist nicht weil ich Geld eine zu hohe Priorität gebe, sondern einfach weil ich immer „praktische Hilfe“ von Gott wollte und ich es hier spürbar und sichtbar erlebe, Jesus sorgt für mich und ich brauche mir keine Sorgen zu machen- über gar nichts. Danke Gott. Und nicht nur das Gott weiß was ich an Summen brauchen, ich werde oft mit Mittagessen oder Abendessen (bei der Oma hier auf die ich aufpasse) versorgt und dass meine „Arbeitgeber“ mich oft von zu hause abholen und heimfahren. Wo gibt’s das denn? ;-)

Ich hoffe ich langweile euch nicht, aber es sprudelt so aus mir raus und ich teile es so gern mit dir. Das weit wichtigere für mich ist im Moment, dass ich so einen Frieden und Ruhe in mir spüre. Ich habe immer nach Zufriedenheit in meinem Leben gesucht und ich merke so stark wie ich immer mehr darin wandle – im leben, im laufen, im gehen, im vorwärts gehen ich merke wie Gott mit mir ist und mich segnet und mir Zufriedenheit gibt.
So ist es, dass ich weiß ich soll „songwriting“ belegen, aber die letzten Wochen lies mich das nun doch nervös werden lassen.  Ich bekam Zweifel an mir selbst, wie „Was wenn alle anderen besser sind als ich? Was wenn ich keine Lieder schreiben kann? Was wenn’s ich alle gut verstehen, ich aber außen vor bleibe?“
Und dann hatte ich eines Abends das Bild in meinem Kopf von einem Reiter in einer Ritterrüstung auf einem Pferd auf seinen hinteren Beinen. Ich war mir nicht sicher was Gott mir sagen wollte damit. Aber seit gestern ist mir klar, dass Jesus mir sagt: „Ruth du weißt ich wollte, dass du songwriting machen sollst. Ich vertraue dir, deshalb kannst du dir vertrauen. Ich bin mit dir und ich führe dich nicht in eine Falle oder einen Hinterhalt. Wenn ich dich sende, wird er erfolgreich, weil ich dir die Kraft und Lieder geben werde. Ruth du hast mehr Kraft und Stärke als du denkst du hast. Du hast generell mehr zu geben, als du denkst du hast! Vertraue mir“

Ich liebe das am Heiligen Geist, er drängt mich nicht, sondern öffnet mir die Augen und lässt mir die Wahl, das Gute zu wählen.

Ok wartet mal, jetzt gebe ich der Oma Rita erst einmal Mittagessen. Suppe mit Toast und ich darf mit essen!

Ok bin wieder da J Die Oma ist so lustig, immer einen Spruch auf den Lippen.

Ich will euch unbedingt noch etwas erzählen. Ich plane ja gerade an dem Flug nach Deutschland im September für 3 Wochen und ich bete, dass Gott alles gibt was ich dafür brauche. Und ich lief die Woche nach Hause und hatte ein Gespräch mit Gott , dass er mir zeigt wie ich das verdiente Geld investieren soll. Ich merkte, dass ich ihm vertraue, dass er mich liebt und versorgt mit allem was ich brauche und trotzdem hatte ich manchmal meine Zweifel, ob er mich nicht vergisst, ob ich ihn vielleicht an die Summen die ich brauche und Termine erinnern sollte. Etwas am panicken redeten Gott und ich darüber. Und ich spürte, wie er mir Frage nach Frage eine Antwort gab und meinte:“ Wieso sollte ich dir nicht alles geben was du brauchst. Du bist meine Tochter und somit gehört dir alles was auch mir gehört. Ich habe alles erschaffen und alle Reichtümer gehören mir. Ich liebe es dir zu geben und ich brauche es ja nicht, also möchte ich es dir geben! Ich kenne deine Bedürfnisse noch bevor du sie bemerkst. Und ich versichere dir ich spiele nicht mit deinen Gefühlen oder nutze dich aus. Was in der Vergangenheit war wird nicht noch mal passieren. Du bist sicher bei mir.“

Es war unglaublich schön, ich konnte nur weinen und wusste wieder neu: Ich kann und darf Jesus vertrauen und glauben, dass das was er mir verspricht wahr ist!

Ich möchte dich ermutigen heute: Glaubst du wirklich was Gott gutes über dich spricht? Glaubst du wirklich, dass du seine Tochter und sein Sohn bist und dir somit alles gehört auch was Gott gehört (Heilung, Versorgung, Frieden,...) Durch den Tod und Auferstehung von Jesus Christus gehört uns alles Gutes und wir dürfen Gutes erwarten!

Ich danke dir Jesus, du bist mein Held!

Mittwoch, 16. Juli 2014

pic: conference





pics: nails and conference











conference and the end of the semester


Ich bin doch nicht etwa schon ein Jahr hier in Australien?
Ich kann es nicht glauben.
Es ist Mitte July und nächste Woche geht schon mein zweites College Jahr los. Ich fühle mich jetzt wie in der „großen Schule“ J
Ende Juni habe ich mein erstes Jahr abgeschlossen und habe alle Hausarbeiten und Performances überstanden. Nur Musik Theorie durfte ich mit einer Frage noch einmal wiederholen. J Und das im Büro, wo alle Lehrer sitzen....so unangenehm, aber ok. Das witzige ist, dass keiner komisch guckt oder die Nase rümpft, es ist eher unangenehm die so angesehenen Lehrer und Prediger in einem ganz anderen Kontext zu erleben. 
Hatte ich erzählt, dass ich ja meine Abschluss - performance in einem schwarzen Kleid und „Sia- Death by Chocolate“ singend gut überstanden habe? Man als ich auf die Bühne bin, dachte ich, ich fall gleich um, weil mir so schlecht war. J
Ich habe für drei Freunde Background-vocals gesungen und durfte für meinen song Standing-ovations erhalten. Es war echt ziemlich cool und ein gutes Gefühl.

Und dann kam Hillsong-Conference vom 30.06.-04.07.14 in der größten Arena in Australien (Sydney). Von Montag bis Freitag kamen Christen und Nicht-Christen aus der ganzen Welt um über Gott zu lernen, zu singen und in Workshops am Nachmittag praktische Umsetzungen mitzunehmen. Wir hatten echt unglaublich crazy gute Referenten da, wie Robert Madu (USA), Judah Smith (USA), Carl Lenz (USA), Bill Hybels (USA) und natürlich Brian Houston (Sydney).
Da ich am Hillsong college studiere war meine Aufgabe in dieser Woche mit zu arbeiten und wir wurden sehr gut darauf vorbereitet. Uns wurde schon vorher gesagt, wir werden wenig Schlaf bekommen und wir sollen genug Wasser trinken. Ich war eigentlich eingeteilt beim Host-team (Platzzuweisung), aber als ich dann auf den Plan schaute, war ich echt enttäuscht mit Gott, weil ich auf einmal in Kids war, was – wie ich hörte- extrem stressig sei.
Oh man, ich dachte ich werde nichts von der Conference mit bekommen, weil wir in einem anderen Gebäude seien und ich werde nur übermüdet sein. Mist.
Aber naja Gott hat höhere Gedanken als ich J
Das witzige war, dass ich in Kids landete (1-3 Jahre alt) und die Gottesdienste für das Team managte. Ich hatte mehr Zeit als wenn ich beim Host-team gewesen wäre, ich saß in fast allen sessions der Conference und hatte frühs Zeit Kaffee für das Team zu holen. Ich war so gesegnet, man! Na gut es hatte schon seinen Preis in Kids zu sein: einen Nachmittag lief ich für die Kids als Prinzessin rum und einen anderen Tag als Superwoman. J Den Kids hats gefallen und meinen Freunden, die sich vor lachen nicht mehr halten konnten.
Und besonders für diese Zeit hatte ich mich vorbereitet und lackierte meine Nägel mit dem Motto der Woche: „No other name“ (Jesus). J

Nun habe ich zwei Wochen Ferien, in denen ich bis jetzt viel gearbeitet habe meiner alten Lady, mit der ich sehr viel Spaß habe. Leider sind die Nächte immer ein Abendteuer, weil sie wie ein Baby alle 2 Stunden aufwacht. Aber oft singen wir am Nachmittag zusammen, haben Tee und Kuchen (und ich versuche ihr ihre Medizin unterzujubeln) und ich lese ihr vor.
Leider war die letzte Woche auch hart, da mein Stiefvater in der Nacht vom Donnerstag zu Freitag (11.07.14)  verstorben ist. Ich habe dann am Freitagabend mit meiner Mutter telefoniert und konnte nur via sms mit meinen Brüdern in Kontakt sein.
Ich wusste, dass er in der letzten Phase seines irdischen Lebens ist und ich bin sehr dankbar für meinen Bruder Uli, der mich immer auf dem Laufenden hält.
Es half mir sehr, alle Vergangenheit und Gefühle noch am Mittwoch an Jesus abzugeben und dann am Wochenende zwei Nachtschichten bei der Oma zu arbeiten.

Ja, ansonsten habe ich letzte Woche wieder mit Fitness-Studio angefangen und werde am Freitag zweiwöchig wieder Gesangsunterricht nehmen. Mir fehlt es so sehr.
Gestern hatte ich einen ganz schönen „run“, wo ich viele Texte geschrieben habe und auf dem Weg zum college anhalten musste um meine Ideen für Lieder aufzuschreiben. Ich hatte eine Zeit, wo ich echt unsicher und angespannt war über die Entscheidung für „songwriting“. Ich dachte, was wenn alle besser sind als ich, wenn ich hinter her hänge, wenn ich es nicht schaffe Lieder zu schreiben, was wenn ich keine Motivation habe, es niemanden zeigen will,....
Und ich merkte wieder einmal, dass Jesus mir sagte: ich habe dich dazu gerufen, also werde ich es auch gelingen lassen. Ich merke, wie Texte einfach so fließen und meine Aufgabe ist, von Jesus zu empfangen. Man sollte doch denken, dass wenn jemand dir alles Gute, alle Unterstützung, allen Erfolg in seinem eigenen beständigen Namen anbieten, dass man es easy und willig annehmen kann. Pustekuchen, es ist schwer! Ich denke in unsere Kultur ist es so, dass wir alles selber schaffen müssen oder wollen und es als Schwäche und „Nichtkönnen“ gilt, wenn man empfangt oder „jemanden anderen machen lässt“. Tja in Jesus´s Plan läuft das anders. Ich merke er will, dass ich ruhig bin und von ihm höre und mir Lieder schenken lasse.
So bin ich mal gespannt was im nächsten halben Jahr passieren wird! Vielleicht wird ein song irgendwann mal um die Welt gehen. Wie cool wäre das denn? Und wenn nicht, freut sich Jesus auch so J
Letzte Woche hatte ich wieder eine gute Zeit mit Jesus alleine und er machte mir klar: „My Grace is for free.“ (Meine Gnade ist umsonst).
Ich fand es einen super slogan und nahm ihn gleich mit in den Knast, hätte ich fast gesagt, ich meine ins Gefängnis. Ich hatte ja ein paar Monate her die Idee von Gott, dass ich neue „Hillsong“-songs ins Gefängnis bringen soll und letzte Woche sang ich „Calvary“, wo es um Jesus Tod und Auferstehung geht für die Jungs. Es war wieder der Hammer, ein Mann kam auf mich zu, der aus Ungarn ist und durch meinen Gesang an seine geliebte Frau erinnert wurde und er mir seine story in 10 minuten unter Tränen erzählte. Es ist für mich immer wieder unglaublich auf was für Wegen Gott Menschen berührt!


Donnerstag, 29. Mai 2014

NEWS


Ich sitze im Cafe um die Ecke, die Sonne scheint und der Wind weht durch die Palmenblätter. Ich bin froh, dass ich drinnen sitzen kann und erinnere mich gerade mit „Augen rollen“ daran, dass ich dringend meine Wäsche abnehmen muss, die über Nacht den Regen genossen hat.

Es gibt so viel Neues: und alles nach einander. J

Ich habe, nach drei Wochen nonstop Examen und Hausarbeiten, eine Woche frei und war am Montag am Strand „Dee Why“ mit zwei Mädels und gestern in den Blue Mountains. Nach fast 6 Stunden „Bush-walk“ tun mir alle Muskeln (ok nicht alle) weh, aber ich bin glücklich. J

Die letzten Wochen waren echt straff, ich hatte jeden Montag mehrere Hausarbeiten abzugeben, muss leider eine Aufgabe von Musik Theorie wiederholen, habe aber ansonsten alles bestanden. Sehr aufregend und cool war mein Auftritt am vorletzten Montag. Wir als Workshop hatten die Aufgabe über zwei Monate eine performance vorzubreiten mit Bühnen-desgin, Einladung, Moderatoren und der ganzen technischen Seite wie Licht und Sound. Und obendrein hatten wir zwei Bands mit vielen Sängern. Jeder hatte sich ein Lied rausgesucht und hatte mehrere Wochen das vorzubreiten und Backgroundvocals zu trainieren. Naja und weil es ja hier auch im Leitung geht hatte jeder einen Bereich für den er zuständig war um den Vormittag exzellent zu machen.  Oh man und ganz ehrlich, ich mag kein teamwork J wenn ich alleine arbeiten könnte und jedem nur etwas zuteilen könnte, das wäre perfekt. Aber NEIN, ich will ja wachsen und so versuchte ich all die Herausforderungen anzunehmen und organisierte Räume für Proben und telefonierte alle Sänger ab um sie zusammen zu sammeln für Proben. Wir hatten dann eine Generalprobe und das meiste lief echt schlecht...so dass wir die letzte Woche vor dem Auftritt fast täglich den Ablauf übten. Ich selber sang als Backgroundvocals für drei andere Lieder, was echt Spaß gemacht hat.
Ich war dann vor meinem eigenen Song echt ziemlich aufgeregt, was schon länger nicht mehr so schlimm war. Ich versuchte es mit allein sein – was mit so vielen Leuten im Raum echt schwierig war, aber dann lief es echt richtig gut. Ich hatte ein schwarzen langes Kleid an und meine Backgroundvocals gaben alles. J Ich sang „Death by chocolate“ by Sia, was eher ein jazzy und ruhiger song ist. Ich habe es sehr genossen und alle standen auf und applaudierten. Und ich habe auch diese Prüfung bestanden mit Worten meiner Lehrer, dass sie gerne bei einem meiner zukünftigen Auftritte gern dabei wären. Ich liebe es so sehr gesanglich eine Geschichte zu erzählen und Menschen zu erreichen und zu berühren. So schön. Es ist wie ein Gedicht, wie als würde die Welt kurz stehen bleiben und sich niemand bewegt, nur die Atmosphäre aufsaugt.

Aber das schönste passierte heute.
Wie ich ja schon erzählt hatte habe ich vor Wochen angefangen mit im Gefängnis Gottesdienste zu gestalten. Wir unterziehen uns allen Sicherheitschecks, was wieder bedeutet alle Piercings raus zunehmen, und dann mit den „inmates“ – Insassen- gemeinsam Zeit zu verbringen, mehr über ihre Herkunft (Kolumbien, Neuseeland, Islander,..) raus zu finden und Lobpreis, Gebets und eine Predigt zu geniessen.
Diesmal war es anders als sonst, denn unser Leiter Pastor Gilbert war nicht da und wir hatten kurzerhand die Aufgabe alles selbst zu organisieren. Lofa, ein Mädchen aus unserer Gruppe holte mich ab und war ganz verzweifelt was wir tun sollen. Nachdem wir Gott um Hilfe gebeten hatten kamen wir auf richtig gute Ideen und ich durfte ihr Haus und ihre sieben Geschwister kennen lernen.

Angekommen im Gefängnis standen wir vor vielen jungen Männern in grünen kurzen Hosen und grünen T-Shirts – wie gewohnt. Viele neue waren da und wir begannen drei Lieder zu singen von einer Bühne ohne Dekoration, mit nur teils funktionierender Technik und unserem Versuch die Bauarbeiten neben dem Gebäude zu übertönen. In der ersten Reihe auf den weißen Plastikstühlen saß ein neuer Mann mittleren Alters, dem ich ansehen konnte, wie ätzend er das hier fand und wie er versuchte mit ärgerlichen Kommentaren die Situation auszuhalten. Ich wusste nach dem Lobpreis war es an mir von meinem Leben, von Schmerz und Zerschlagenheit und der Hoffnung die ich fand in Jesus zu erzählen.
Ich betete, dass mein englisch gut genug ist und ich nicht durcheinander rede. Ich fang an mich vorzustellen, wo ich her bin und wie mein Leben aussah, dass ich Jesus begegnet bin und wo keine Hoffnung und Lebenslust war, jetzt eine Zukunft ist mit Freude und Hoffnung. Im Raum wurde es sehr ruhig, die lauten Baustellengeräusche hörten auf und ich sah junge und alte Männer nicken zu dem was ich sagte. Auf wundersame weise fand ich Worte, die ich mir nicht vorher zurechtgelegt hatte und wusste, Gott ist mit mir. Ich konnte so sehr fühlen, wie sehr diese Männer Gott wichtig sind, wie sehr sein Herz für sie schlägt.
Als meine Worte endeten setzte ich mich, in Erwartung für den nächsten Teil des Gottesdienstes. Da erhob einer der Männer das Wort und dankte mir sehr, er ermutigte mich, dass die Vergangenheit mich nicht bestimmt und mich nicht entmutigen soll. Er drehte sich um zu seinen Mitgefangenen und sagte: „Dreh dich um, alle hier sind von jetzt ab deine Familie. Wir sind alle deine Brüder.“
Und weiter sagte er, dass so viele Weiße die Ureinwohner von Australien, die Inselbewohner und Neuseeländer abgelehnt und verurteilt haben und dass mein Erscheinen und die Zeit, die ich mit den Gefangen teile, einen großen Einfluss hat auf sie- mehr als ich sehen kann.
Ich konnte es nicht glauben. Ich war so berührt, dass hatte ich nun am wenigsten erwartet. Ich hatte keine Ahnung, dass ich als – bis jetzt- einzige Weiße im Team so einen Unterschied machte. Ich bin so beeindruckt, dass sie mich in ihr Leben ließen, noch bevor ich von Vorurteilen und Ablehnung wusste. Etwas Neues bricht auf und was witzig ist: diese Woche ist die Woche der Entschuldigung und Vergebung von Weißen und Ureinwohnern. Ich hatte ja keine Ahnung!
Nach all dem beteten wir für jeden einzelnen Mann und dann kam ich zu dem, der seine Stimme erhoben hatte und fragte, was ich für ihn beten darf: doch er sagte nur: „Nein jetzt bete ich für dich.“
Und das Schöne passierte, dass der Ausdruck des Mannes mittleren Alters in der ersten Reihe veränderte sich wären meiner Geschichte. Er wurde sanfter und offen, so dass ich für seine Familie „draußen“ beten durfte und er sich am Ende für die Zeit bedankte. Und einer der Anderen bat mich mit ihm um Vergebung für seine „dummen Entscheidungen in der Vergangenheit“ zu beten. Nachdem ich ihm sagte wie intelligent ich ihn empfinde, verließ er unglaublich glücklich und verändert den Raum in seine Zelle zurück. Auch eine der unglaublichsten Erfahrungen des Tages!

GOTT TUT WUNDER. Und ER gebraucht uns jeden da, WO wir es manchmal nicht ERWARTEN.
So habe ich heute 25 neue internationale, dunkelhäutige, hellhäutige, tätowierte und gepiercte Brüder dazu gewonnen. Thanks God.




Und es gibt da noch was zu erzählen:

Ich habe beschlossen ein weiteres Jahr hier in Sydney zu studieren und den heißen Sommer zu genießen. Mein Semester endet Anfang Julie und dann werde ich zweites Jahr sein am college- werde dann zu den Großen gehören J

Ohne Zweifel weiß ich, dass ich „songwriiting“ belegen werde, um meine eigenen songs zu schreiben und die vielen Texte die ich schon habe in Musik zu verwandeln.

Ich merke einfach, ich bin hier noch nicht fertig. Es gibt noch mehr zu lernen und zu erfahrne hier für mich. Ich würde gern wiederkommen und es tut mir leid für alle die darauf gehofft hatten. Aber ich plane im September für 3 Wochen zu kommen und freue mich riesig auf euch!